Der Turm auf dem Gelände der Alten Glockengießerei

Technik die begeistert und die Umwelt schützt

Die Beheizung und Kühlung des Gebäudes erfolgt über eine Wärmepumpe (56KW), die über 14 Erdsonden Erdwärme als Energiequelle nutzt. Als Heizflächen in den Bürogeschossen wird die im Estrich liegende Fußbodenheizung verwendet. Die elektrische Energie für die Wärmepumpe wird durch die auf dem Dach angebrachte Photovoltaik-Anlage erzeugt.

Somit ist das Gebäude zu 100% emissionsfrei.

Der Turm besitzt einen hochwertigen Wärmeschutz, 24 Zentimeter Dämmung auf der Aussenwand und eine kompakte Bauweise. Hierdurch konnte ein Jahresheizwärmebedarf von 38 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr erreicht werden. Der Wärmeschutz (Ht-Wert) des Turms ist um circa 25 Prozent besser als es die gesetzliche Energieeinsparverordnung (EnEV) vorschreibt.

Eine dichte Gebäudehülle wurde durch einen Luftdichtigkeitstest (Blower-Door-Test) nachgewiesen. Sie vermeidet Zugerscheinungen und mindert Wärmeverluste.

Die Bürogeschosse werden über eine zentrale Abluftanlage entlüftet. Frischluft strömt über Zuluftelemente in der Fassade nach. In den Sommermonaten werden durch eine forcierte Lüftung während der Nachtstunden die Bürogeschosse mit kühler Außenluft durchströmt. Die unverkleideten Geschossdecken kühlen ab, wirken als Speichermasse und können während des Tages Wärme aufnehmen.

Wenn an heißen Sommertagen die nächtliche Kühlung durch die forcierte Lüftung nicht ausreicht, wird die Fußbodenheizung zur Kühlung mittels der Erdsonden genutzt. Die Erdreichtemperatur von etwa zehn bis zwölf Grad Celsius wird über einen Wärmetauscher, aber ohne Kühlaggregat, zur Kühlung verwendet. Die Kühlung erfolgt daher umweltfreund- lich mit sehr geringem Stromeinsatz.

Neues innerstädtisches Quartier

Das städtebauliche Gesamtkonzept der Alten Glockengießerei umfasst drei Wohnhöfe und einen siebengeschossigen Büroriegel, die als Gesamtes ein neues innerstädtisches Quartier bilden. Das Raumprogramm des Turms im Zentrum entspricht seiner über das Quartier hinausgehenden Bedeutung: Im 1. bis 6. OG entstanden ca. 800 qm hochwertige Büroflächen, die zum überwiegenden Teil durch uns selbst genutzt werden. Die Gastronomie im Erdgeschoss und die Lounge im 7. und 8. Obergeschoss dienen nicht nur den Bewohnern des Quartiers als Treffpunkt. Besonders die Lounge bietet einen weiten Blick über die Quartiers- grenzen hinaus auf Heidelberg und die Umgebung.

Gebaute Corporate Identity

Die Firmenphilosophie des Bauherrn und seine Anforderungen an moderne Architektur spiegeln sich im Gebäude wider. 2011 prägte der starke Stellenwert des Firmengebäudes die Neugestaltung des Corporate Design der KRAUS-Gruppe. Der Aufbau des „Turms“ findet sich im Aufbau des Logos wieder und rundet somit das gesamte Erscheinungsbild ab.

Überblick
  • Planung: 2000-2002
  • Ausführung: 2002
  • Nutzfläche:
    ca. 1.600 qm
  • Gesamtinvestitionssumme:
    ca. 4,0 Mio. EUR

Auszeichnung