Areal Heinsteinwerk

Historie

In der Firma Jean Heinstein Ofenfabrik, später Heinsteinwerk GmbH, wurden seit der Jahrhundertwende Sanitärobjekte und Kachelöfen produziert, bevor sie 1978 von DURAVIT aufgekauft und 1995 schließlich stillgelegt wurde. Bis zum Jahr 2003 stand das Gebäude dann leer. Das gesamte Firmenanwesen war 10 Jahre lang dem Verfall ausgesetzt.

Nachnutzung – eine städtebauliche Aufgabe:

Die Folgen für das Stadtquartier Ochsenkopf waren fatal: Nach jahrzehntelanger erfolg- reicher Betriebsamkeit auf dem Firmenareal kehrte Ruhe in die Ruinen ein, eine gewisse postindustrielle Depression machte sich breit, vergleichbar mit den stillgelegten Zechen und Gruben des Ruhrgebiets. Eine atmosphärische Beeinträchtigung blieb nicht aus.

Umso erfreulicher ist es, dass es gelungen ist, das Gebäude durch Umnutzung wieder zu 100% zu belegen und das gesamte Stadtquartier durch Konversion in ein Mischnutzungsgebiet mit Wohnen, Arbeiten, Schulbetrieb und Gemeindezentrum zur vorigen Vitalität, Modernität und Wirtschaftlichkeit zurückzubringen. Es entstand ein neuer, attraktiver „Ort“.

 

Areal Heinsteinwerk

Nach Prüfung verschiedener Nutzungskonzepte wurde dieser Teil des Ochsenkopfs durch eine Abfolge von Einzelprojekten zu einem Gesamtareal entwickelt, welches mit dem Altbau Heinsteinwerk als identätsstiftendem “Motor” und dem Charme der vorhandenen Industrieanlagen zu einem lebendigen Stadtquartier wurde.

Das Areal ist nun durch einen interessanten Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten und öffentlichen Einrichtungen geprägt, Alt und Neu fügen sich harmonisch zusammen und sind durch ein gemeinsames Wegesystem mit Plätzen und Höfen miteinander vernetzt. Kernstück des Ensembles bildet der alte Gebäudeteil „Heinsteinwerk“ gemeinsam mit dem Neubau „H+“ und dem Pavillon. Der Altbau beherbergt in loftartigen Büroflächen diverse Firmen und Teile der Akademie für Gesundheitsberufe des Uniklinikums und der Stadtmission.

Die städtebauliche Gesamtfigur ist so entworfen, dass der Altbau Heinsteinwerk und der Neubau H+ ein unverkennbar zusammengehöriges Ensemble bilden, welches durch das Kontinuum der Außenanlagen und durch Ausbildung eines gemeinsamen „Forums“ mit Terrasse und Gastronomie zu einem neuen Treffpunkt im Ochsenkopf wird.

Auf dem Areal des Heinsteinwerkes entstand außerdem das 1. Heidelberger Büro- Passivhaus. Im Passivhaus sind die Wärmeverluste so stark reduziert, dass die passive solare Energie und die internen Wärmequellen für den Ausgleich der Verluste weitgehend ausreichen.

In einem weiteren Neubau fühlt sich die Heidelberg International School heimisch. Die École francaise Pierre et Marie Curie kehrte 2011 an ihren ursprünglichen Startpunkt zurück und bezog die ehemalige Villa Heinstein und den zugehörigen Neubau. Eine Erweiterung der beiden ansässigen Schulen steht unmittelbar bevor.

Außerdem wurden auf dem Gelände zwischen 2002-2006 in zwei Bauabschnitten 39 Reihenhäuser in Niedrigenergie- bzw. Passivhausbauweise errichtet.

Altbau

Der Altbau beherbergt in loftartigen Büroflächen diverse Firmen und Teile der Akademie für Gesundheitsberufe des Uniklinikums und der Stadtmission. Auf 6 Stockwerken haben 17 Mieteinheiten ausreichend Platz zum Arbeiten in einem ganz besonderen Flair. Im Erdgeschoss ist ein Restaurant beherbergt, welches als Kantine für das gesamte Anwesen und als Treffpunkt für alle Bereiche dient.

 

Der Pavillon

Auf dem Areal des Heinsteinwerkes entstand außerdem das 1. Heidelberger Büro-Passivhaus im Pavillon. Im Passivhaus sind die Wärmeverluste so stark reduziert, dass die passive solare Energie und die internen Wärmequellen für den Ausgleich der Verluste weitgehend ausreichen.

H+

Das H+ beherbergt unteranderem eine Tanzschule, ein Kinderzentrum und Teile des Uniklinikums , sowie diverse Büroeinheiten. Die städtebauliche Gesamtfigur ist so entworfen, dass der Altbau Heinsteinwerk und der Neubau H+ ein unverkennbar zusammengehöriges Ensemble bilden, welches durch das Kontinuum der Außenanlagen und durch Ausbildung eines gemeinsamen „Forums“ mit Terrasse und Gastronomie zu einem neuen Treffpunkt im Ochsenkopf werden konnte.

HIS

In einem weiteren Neubau fühlt sich die Heidelberg International School heimisch. Diverse individuelle Flächen für den Ganztagesbetrieb, die Mensa und eine Mediathek wurden unter anderem geschaffen und stellen eine moderne Schule auf internationalem Standard dar.

Im Jahr 2018 wurde die Schule um einen Anbau erweitert.

Villa Heinstein

Im Jahr 2011 kehrte die „École francaise Pierre et Marie Curie“ an ihren ursprünglichen Startpunkt zurück und bezog die ehemalige Fabrikanten-Villa und den zugehörigen Neubau auf dem Heinsteinwerk-Areal. Eine schöne Harmonie zwischen denkmalgeschütztem Altbau und modernem zeitgenössischem Neubau wurde geschaffen.

 

 

Reihenhäuser

Zwischen 2002-2006 wurden in zwei Bauabschnitten 39 Reihenhäuser in Niedrigenergie- bzw. Passivhausbauweise errichtet. Eigene Vorstellungen und Ideen konnten verwirklicht werden, Flexibilität und Individualität standen im Vordergrund.

Videoclip über das Areal Heinsteinwerk

Überblick
  • Bauzeit 2002 – 2011
  • 39 Reihenhäuser
  • BGF Altbau: 10.000 qm
  • BGF eurescom: 680 qm
  • BGF H+: 6.500 qm
  • BGF H.I.S: 4.250 qm
  • BGF Französische Schule:
    2.000 qm
  • Grundstücksfläche:
    ca. 25.000 qm

Auszeichnungen